Der Sommer neigt sich dem Ende… Bald wird es Zeit für „Winterweine“


Der Sommer neigt sich dem Ende … bald wird es Zeit für „Winterweine“
Die Abende werden langsam kühler, die Sonne verschwindet früher und irgendwann merkt man plötzlich:
Jetzt hätte ich gern einen anderen Wein im Glas.
Nicht unbedingt schwerer. Aber vielleicht etwas wärmer, würziger und gemütlicher.
Genau dann beginnt für mich die Zeit der sogenannten „Winterweine“.
Aber was ist eigentlich ein Winterwein?
Eine offizielle Weinkategorie ist das natürlich nicht.
Gemeint sind meistens Weine, die besonders gut in die kühlere Jahreszeit passen.
Also Weine mit etwas mehr:
- Körper
- Würze
- Tiefe
- Wärme
- Reife
- Struktur
Im Sommer greifen viele gern zu leichten, frischen und sehr kühlen Weinen.
Wenn es draußen kälter wird, darf es im Glas häufig ein bisschen mehr sein.
Rotwein? Ja – aber nicht nur
Bei Winterwein denken viele sofort an kräftigen Rotwein.
Und klar: Ein würziger Syrah, ein strukturierter Sangiovese oder ein gereifter Tempranillo können an einem kalten Abend richtig schön sein.
Aber auch Weißwein kann perfekt in den Winter passen.
Ein körperreicher Chardonnay, ein kräftiger Grauburgunder oder ein gereifter Riesling können deutlich mehr Wärme und Tiefe mitbringen als der klassische Terrassenwein.
Auch das Essen verändert sich
Mit dem Herbst und Winter ändern sich meistens auch die Gerichte.
Plötzlich stehen wieder Dinge auf dem Tisch wie:
Pilze, Ofengemüse, Schmorgerichte, Wild, kräftige Saucen oder gereifter Käse.
Und dazu dürfen die Weine oft ebenfalls etwas intensiver werden.
Ein sehr leichter Sommerwein kann neben solchen Gerichten schnell untergehen.
Trotzdem: Winterwein heißt nicht automatisch schwer
Das ist mir wichtig.
Ein Wein muss nicht 15 Prozent Alkohol haben und massiv im Glas stehen, nur weil draußen zehn Grad weniger sind.
Auch ein eleganter Spätburgunder kann wunderbar in den Herbst passen.
Oder ein frischer Rotwein mit schöner Würze.
Es geht weniger um „möglichst kräftig“ und mehr um das Gefühl, das der Wein zum Abend mitbringt.
Mein Tipp
Wenn du deine Sommerweine langsam gegen etwas Herbstlicheres tauschen möchtest, musst du gar keinen riesigen Sprung machen.
Probier einfach einmal:
statt sehr leicht etwas mehr Körper,
statt nur Frucht ein bisschen mehr Würze,
statt eiskalt ein paar Grad wärmer,
statt Terrassenwein einen Wein, bei dem du gerne noch ein zweites Glas am Tisch trinkst.
Und irgendwann sitzt du da, draußen ist es dunkel und kalt – und du merkst:
Okay. Jetzt ist wirklich Winterwein-Zeit.
Deine Sophie